Geschichte (Deutsch) 
Wie so viele Städte im Mittelalter, war auch Gent umgeben von
verschiedenen Wasserstrassen mit der Absicht, die Stadt zu schützen.
In der damaligen Innenstadt von Gent gab es im 13. Jahrhundert
zwei Beginenhöfe von beachtlicher Größe: zu historischen Hochzeiten
beherbergten sie beispeilsweise bis zu 1300 Beginen. Die Höfe
hatten selbst soviel Erfolg, dass für alte und kranke Beginen
kein Platz mehr war.
Gräfin Margaretha von Constantinopel war eine der Personen, die
für diese entstandene Problematik eine Lösung schuf.

Zu jener Zeit gab es am Turmtor (Torenpoort) einen brachliegenden
Acker (Poortakker), der, umringt durch natürliche und künstlich
angelegte Wasserläufe, geeignet schien, um dort einen dritten
Beginenhof zu erbauen. Die Fertigstellung geschah ca. um 1278,
und der neue Hof wurde dem Heiligen Obrecht zugewiesen, dem Schutzheiligen
der Bäcker. Einige Zeit nach der Stiftung, 1281, bekam man die
Zustimmung eine Kapelle und einen angrenzenden Friedhof zu bauen.
Zu Anfang wurde der Beginenhof u.a. auch als Krankenhaus benutzt
für alte und kranke Beginen, die jedoch niemals die Anzahl von
mehr als 20 Kranken überschritt, laut Wunsch der Gräfin.

Während der französischen Besetzung fielen alle Kloster, Kirchen
und Beginenhöfe unter städtischen Besitz. In der Zeit um 1861-63
wurden diese jedoch durch die Stadt an einen Kunstliebhaber jener
Bauepoche, Graf Joseph de Hemptinne verkauft. Er stellte die Gebäude
einer Kongregation zur Verfügung: die Schwestern der ehwigen Anbetung
des Heiligen Sakramentes des Altars.


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Anfangs wollte man die Gebäude renovieren lassen, entschied sich
jedoch später für ein komplett neues Kloster, im damaligen neogotischen
Stil. Die meisten Gebäude des heutigen Monasteriums stammen aus
dieser Zeit. Das neue Kloster beherbergte ebenfalls eine Kapelle,
2 Innengärten und ein Waisenhaus. Zur zeit wurde Poortackere auch
benutzt als Absonderungsort.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde im Gebäude des Waisenhauses ein Haus
für junge Frauen gegründet und in 1971 wurde es zu einem Studentenhaus
umgewandelt.

Da 1998 nur noch 6 Schwestern in den Gebäuden wohnten und man
nicht mehr die Mittel hatte um das Gebäude zu unterhalten, mußte
die Kongregation das Kloster an eine Privatperson verkaufen. Das
Kloster wurde dadurch zu einem geschützten Monument.
Nach einem Renovierungsjahr, mit dem Ziel soviel wie möglich von
dem ursprünglichen Charakter des Klosters zu erhalten, bekam das
Gebäude einen neuen Inhalt, nämlich Hotel, Restaurant und Konferenzzentrum
in einem.
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